Masern Epidemie in Lothringen / Forbach

Masern Epidemie in Lothringen / Forbach

Metz: Das lothringische Departement Moselle ist derzeit von einer Masernepidemie betroffen. Nach Medienberichten wurden seit Ende Januar über 40 Fälle vor allem in Metz und Forbach gemeldet. Den Berichten nach sind viele der betroffenen Kinder nicht gegen Masern geipmpft. Das Saarland und Luxemburg sind bislang von eder neuen Masernwelle nicht bertoffen. Im Saarland hat es nach Angaben der Behörden seit Januar nur einen einzigen Masernfall gegeben. In Luxemburg ist die Lage ähnlich - wegen der hohen Impfrate sind Maser dort kein Problem.

Seit Mitte Januar wurden in Leipzig 54 Infektionen bestätigt, es gibt weitere Verdachtsfälle. Betroffen sind überwiegend ungeimpfte Kinder, aber auch nicht oder unzureichend geimpfte Jugendliche und Erwachsene. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Virus aus Rumänien eingeschleppt wurde. In Berlin-Reinickendorf wurde im Dezember letzten Jahren ein Fall registriert, inzwischen sind 11 weitere Menschen erkrankt. Im gesamten Stadtgebiet Berlins wurden seit Anfang des Jahres insgesamt 30 Infektionen verzeichnet. In Duisburg (NRW) wurden in diesem Jahr 27 Fälle gemeldet. In diesem Jahr wurden bundesweit bis KW 6 offziziell 103 Erkrankungen gemeldet, im vergangenen Jahr waren es insgesamt 323. Neben Berlin waren besonderes Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen und Bayern betroffen. Der Impfstatus sollte bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen überprüft und ggfs. ergänzt werden. Die STIKO empfiehlt zwei Impfungen mit dem MMR-Impfstoff im 11-14 Lebensmonat sowie vor Ende des 2. Lebensjahres.

Für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen, die in der Kindheit nicht oder nur einmal geimpft wurden oder deren Impfstatus unklar ist, wird eine einmalige MMR-Impfung empfohlen.

Dr. med Bernhard Leyking, 14.03.2017

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